Gewerbesteuerrisiko für Physiotherapeuten

Zunehmend bieten Physiotherapeuten in ihren Praxen ein so genanntes „medizinisches Gerätetraining“ an. Gewerbesteuer droht!Die Oberfinanzdirektion Frankfurt weist in einer Verfügung vom 02-04-2015 darauf hin, dass es sich bei den dadurch erzielten Einnahmen um gewerbliche Einkünfte handelt. Dies gilt selbst dann, wenn ausnahmsweise eine ärztliche Verordnung dafür vorliegt.

Risiko für Gemeinschaftspraxen

Bei Einzelpraxen bleibt dies meist ohne größere steuerliche Folgen. Bei Gemeinschaftspraxen besteht jedoch die Gefahr, dass bereits bei einem Anteil dieser Einnahmen von mehr als 3 Prozent des Gesamtumsatzes der Praxis der gesamte Gewinn gewerbesteuerpflichtig wird. Eine derartige gewerbliche Infizierung sollte möglichst vermieden werden. Helfen kann hier zum Beispiel eine Ausgliederung des „medizinischen Gerätetrainings“ in eine eigene Gesellschaft.

An dieser Stelle wollen wir Sie auch noch einmal auf das Risiko der Physiotherapeuten als freiberufliche Mitarbeiter hinweisen. Lesen Sie mehr bei Rechtsanwalt Dr. Staufer: „Darf ein Physiotherapeut freie Mitarbeiter beschäftigten?“ (Externer Link)

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